Organisation

Wenn ein Unternehmen den Weg der mechatronischen Konstruktion gehen möchte: Wie verändern sich die Organisationen und die Menschen, die diese bilden? Einer der ersten Schritte für die Konstrukteure wird der Blick über den Tellerrand heraus sein. Ein Verständnis dafür aufbauen, warum die Konstrukteure anderer Disziplinen andere Anforderungen haben, Prozesse anders gestaltet sind und ihre Entscheidungen aus anderen Beweggründen treffen.

Damit eine Kommunikation einwandfrei funktioniert, muss die gemeinsame Sprache „erlernt“ werden. Die funktionale Sicht wird am Anfang ungewohnt sein, doch sie wird immer mehr ein roter Faden durch das Projekt werden. Dies wird kein Schritt von jetzt auf gleich sein, sondern ein Prozess, der sich immer mehr etablieren wird.

Eine mögliche Massnahme kann die Trennung von Entwicklung und Aufbau von standardisierten, wiederverwendbaren Modulen und der reinen Auftragsabwicklung sein. Bei der Abwicklung der Aufträge kommen die vorgedachten Module zum Einsatz. Aus der Auftragsabwicklung können neue Impulse für notwendige Varianten zurück in die Entwicklung fließen, in der diese mechatronisch auskonstruiert werden um dem Vertrieb ein größeres Portfolio zur Verfügung stellen zu können.

Jede Änderung in der Organisation und somit die Entwicklung der Mitarbeiter bedingt, dass diese mehr Freiräume erhalten, über Grenzen hinweg gehen dürfen um Neues zu erfahren und zu verstehen. So entsteht nachhaltige Erfahrung, die notwendig ist, um den Horizont zu erweitern. Als Vorgesetzer wird es Ihre Aufgabe sein, diese Freiräume ihren Mitarbeitern zu schaffen, um eine disziplinübergreifende, gemeinsame, und somit eine mechatronische Konstruktion zu ermöglichen.